Die Nacht hat dein Angesicht.

Wir malen das Nachtwerden: Die Worte sind Pinsel, die Farben Klänge, die Leinwand unsere Wahrnehmung. Sinne, Symbol und Synästhesie, eine Sprache wie eine Naturgewalt und eine intime Welterfahrung bestimmen die Kunst des europäischen Fin de Siècle, an dessen Beginn literarische Irritationen wie Charles Baudelaires indizierte „Fleurs du Mal“ stehen. 

Auf der digitalen Konzertbühne des Livestreams wird die Musik der Jahrhundertwende ein sinnliches Erleben, zu dem das Publikum selbst beiträgt. In den Kissen auf dem Sofa, unterm roten Laub im Garten – der Ort der Rezeption ist so wenig vorgegeben wie der Ursprung der Assoziation, der irgendwo zwischen Klängen, Worten, Farben und Bildern liegt. Denn die Nacht hat dein Angesicht.

Ergreifend, rätselhaft, ein tiefes Eintauchen in jenes Spiel aus Licht und Schatten, in dem Hören und Sehen vergehen. Gleiten Sie mit uns in die Abenddämmerung – oder wird es doch schon Tag?



Es musizieren Susanne Müller (Sopran) und Ayla Schmitt (Klavier).


Dieses Projekt wird gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.